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„Hafenführer für Hausboote“ erschienen

Samstag, Juni 2nd, 2012

Gastbeitrag von JuG

Und das herausgebende „Magazin Seenland“  legt sich ins Zeug!! Hierzu ein Zitat der Buchbeschreibung unter amazon.de zu ISBN 978-3-9813479-8-2:

„Vier Hausboot-Reviere: Mecklenburg & Brandenburg. Die schönsten Häfen der Mecklenburgischen Seenplatte sind nach vier Revieren geordnet: Elde, Mecklenburgische Oberseen, Kleinseenplatte und Obere Havel. Die Übersichtskarten mit allen verzeichneten Gastliegerhäfen machen die Törnplanung einfach. Traumziele in 15 Kapiteln: Täglich ein neuer Landgang. Alle touristischen Meilensteine entlang der Seen und Flussläufe haben einen besonderen Platz im Buch gefunden – sie zieren die Kapitelanfänge als farbige Doppelseitenfotos, darunter viele Luftbilder. Das macht Lust auf die nächste Entdeckungstour. Sehenswerte Hafenorte: Mit Cityplan und Adressen. Alle 21 Städte werden mit ihrer Geschichte und den Sehenswürdigkeiten vorgestellt. Für jeden Ort gibt es Restaurant- und Shoppingtipps. Adressen für Ärzte, Apotheken, Banken, Post, Taxi, Zugverbindungen und Supermärkte runden den Reiseführer ab. 74 Hafenbeschreibungen mit Hafenplan: Ein Hafenambiente für jeden Geschmack. Schöne und praktische Häfen wurden für eine detaillierte Beschreibung ausgewählt. Atmosphäre, Versorgungsangebot, Ausstattung und Preise sind übersichtlich dargestellt. Hafenpläne mit Stegen und Einrichtungen ermöglichen die intuitive Orientierung vor Ort. Register mit 130 Häfen: Praktische Übersicht für Ausstattung und Preise Das Verzeichnis bringt Klarheit rund um die Hafenausstattung und Versorgung vor Ort. Zudem erlauben die Daten einen Preis-Leistungs-Check für jeden Hafen: Der Gesamtpreis von der Liegegebühr bis zu den Duschmünzen wurde für drei Beispiel-Crews (Paar, Familie, Gruppe) kalkuliert. Zahlreiche Hafentipps auf 168 Seiten Dömitz – Grabow – Neustadt-Glewe – Schwerin – Bad Kleinen – Parchim – Lübz – Plau am See – Malchow – Waren (Müritz) – Röbel (Müritz)– Rechlin – Mirow – Rheinsberg – Wesenberg – Neustrelitz – Fürstenberg/ Havel – Lychen – Templin – Zehdenick – Oranienburg – Neuruppin und viele mehr.“

Obwohl wir „unser“ Revier schon ganz gut zu kennen glauben, haben wir die rund 30 Euro investiert und wurden nicht enttäuscht! Vor allem gefallen uns die Hafendarstellungen in der Draufsicht. Schnell sind so die Gastliegeplätze in unbekannten Häfen zu finden. So etwas hätten wir uns zu Beginn unseres Charterlebens gewünscht; etwa im Dalben- und Steggewirr beim Besuch der Marina Lanke / Berlin oder bei der Einfahrt in den damals gut besuchten neuen Oranienburger Schlosshafen.

Aber auch die sonstigen vielseitigen Infos überzeugen und erleichtern die Törnplanung zusammen mit den ABC-Törnvorschlägen und den an Bord der ABC-Boote befindlichen Materialien erheblich. By the way, auch „Bernis Café“ wird gewürdigt.

Wir halten das recht aufwändig gestaltete Buch für eine sinnvolle Ergänzung der Bordlektüre, zumindest aber für eine appetitmachende Bereicherung der heimischen Sammlung von Revierinfos.

Jetzt fehlt eigentlich nur noch ein Teil 2: das Revier südlich der Marina Liebenwalde. Aber das ist bislang noch Wunschdenken – leider!

FAZIT für Revierneu- und altlinge: *** EMPFEHLENSWERT *** (und fast schon zu schade für den Bordalltag)

Lang genug getrödelt!

Donnerstag, März 29th, 2012

Jetzt ist es amtlich: Noch in diesem Jahr soll der erste Spatenstich erfolgen. Und bis Ende 2013 soll der Lange Trödel, die direkte Verbindung vom Voßkanal zum Finowkanal, wieder schiffbar sein. Bis dahin muss der Lange Trödel ausgebaggert und es müssen drei Brücken und eine Schleuse (wieder auf-) gebaut werden. U.a. wird die Brücke über die L 21 in Liebenwalde (wieder!)  in eine Klappbrücke umgewandelt.  Ob das wirklich bis Ende 2013 klappt? Man wird sehen.

Jedenfalls besteht Anlass zu vorsichtigem Optimismus. Immerhin wurde tatsächlich schon im Sommer 2011 der Werbellinkanal (wieder) bis zum Finowkanal verlängert. (Ich berichtete darüber.) Jetzt noch der Lange Trödel und man kann mit dem Boot zum Finowkanal oder zum Werbellinsee und muss dabei die HOW nur ein bzw. zwei Mal kreuzen. Ein echter Fortschritt.

Mehr darüber kann man auf der Website der „Wassertourismus-Initiative Nordbrandenburg“ nachlesen, deren Öffentlichkeitsarbeit allerdings eine Katastrophe ist. (Das merkt man nicht nur an der fehlerhaften Website, sondern auch daran, dass die Wiedereröffnung vom südlichen Teilabschnitt des Werbellinkanals seinerzeit weitgehend geheim gehalten wurde.)

Am Rande: Die vielen „wieders“ in diesem Text sollten einem vielleicht zu denken geben. Was man gar nicht erst vergammeln lässt (oder zerstört), muss man später nicht mit viel Aufwand wiederherstellen.

Update:
Auf Google Maps gibt’s ein neues Luftbild, auf dem das wieder hergestellte Teilstück des Werbellinkanals zu sehen ist. Eine kleine Freude im Nachhinein: Ich lag damals richtig mit meiner Vermutung über den Verlauf. Offensichtlich bleiben die Spuren zerstörter Wasserbauwerke im Luftbild noch lange gut erkennbar.

Gefangen im Packeis

Montag, Januar 16th, 2012

Samstag vormittag. Das Eis der Regenpfützen in der Marina Niederlehme knirscht unter den Bootsschuhen. Wir bunkern, was man für eine professionelle winterliche Bootsexpedition braucht: Kaffepads, Schokokekse, Spaghetti. Dann geht es los. Auf der Dahme begegnen wir noch einigen Kohleschubern, auf dem Seddinsee sind wir dann schon allein. Später kommen uns noch ein paar unverwüstliche Paddler und die Wasserschutzpolizei entgegen, aber keine einzige Yacht.

Allein auf dem Wasser im Januar

Allein auf dem Wasser im Januar

Wir biegen vom Flakensee auf die Löcknitz und fahren bei strahlender Wintersonne weiter nordostwärts. Am Ende des Möllensees, am äußersten Rand der Zivilisation, fällt nachmittags der Anker.  Der UMTS-Stick sucht vergeblich nach einer Verbindung. Kein Netz.

Ankern am Rande der Zivilisation

Ankern am Rande der Zivilisation

Bald wird es dunkel. Es wird kälter. Es ist still. Nur das Fauchen der Zentralheizung ist gelegentlich zu hören. Es ist sternenklar. Der Wetterbericht kündigt -3 °C Frühtemperatur an. Um sicher zu gehen, lassen wir auch in der Nacht noch einmal für zwei Stunden den Generator laufen; denn wir wollen auf jeden Fall vermeiden, dass die Heizung wegen Spannungsabfall aussteigt. Gegen 4:00 Uhr hören wir es das erste Mal: Rummms! Wer da? Kniiirsch. Das Mondlicht zeigt: Eine dünne Eisdecke umgibt das Schiff. Gut zu wissen, dass der Rumpf aus 5 mm starkem Stahl besteht. Wir schlafen weiter.

Ankerbucht auf dem Möllensee

Ankerbucht auf dem Möllensee

Als am Sonntag morgen die Sonne über den kahlen Bäumen aufgeht, sehen wir, dass unsere Ankerbucht zugefroren ist. Andere Stellen des Möllensees sind noch frei. Das Boot ist reifbedeckt. Es ist schön, im winterlichen Morgenlicht so ganz allein auf dem See. Wir frühstücken im warmen Salon. Gute Idee, das mit der Fußbodenheizung!

Wintermorgen auf dem See

Wintermorgen auf dem See

Dann Anker auf und vorsichtig den Hebel nach vorne geschoben. Der Stahlrumpf der Anna K. schiebt sich durch die dünne Eisdecke. Erstaunliche Geräusche! Ein Stück weit freies Wasser, dann wieder Eis. Ich doziere: Wegen der Wärmestrahlung wird eine freie Seefläche schneller zufrieren. Auf schmalen Kanälen wird das Wasser noch frei sein, weil hier Bäume die Abstrahlung behindern. (So wie die Autoscheibe, die in Richtung eines Gebäudes ausgerichtet ist, nicht so schnell vereist.) Als wir aber in den Verbindungskanal zum Peetzsee einfahren, ist dort das Eis dicker als irgendwo sonst. Die Löcknitz weiter unten hat das mit der Wärmestrahlung besser begriffen. Sie ist weitgehend frei. Ab Flakensee kein Eis mehr.

Wir fahren auf der  Müggelspree westwärts. Um die Mittagszeit sind wir das einzige Boot auf dem gesamten Müggelsee. Dort sind die Fahrwassertonnen im Winter nicht vorhanden, aber das kenne ich: Den Brauereischornstein auf der anderen Seiten anpeilen. Als wir in Niederlehme ankommen, steht die Sonne schon wieder dicht über den Baumwipfeln. Das Boot wird winterfest vertäut und die Heizung auf Frostschutz heruntergeregelt. Boot fahren im Winter? Cool! (Nicht kalt.)

Mehr Fotos zu unserem kleinen Wintertörn gibt es hier, und ein Video vom Fahren durchs Eis habe ich auf Youtube hochgeladen. (Unbedingt mit Ton abspielen!)

Het Blauwe Paradijs

Donnerstag, September 1st, 2011

Im Mai sind die Jungs der niederländischen Sloepenzeitschrift „GodeVaert“ ein paar Tage mit unserer Anna K. durch das „Blaue Paradies“ getourt. Wir berichteten darüber. Jetzt ist der Artikel erschienen. Ich habe mir mal die Mühe den Spaß gemacht, den Text zu übersetzen und mit Scanner und Grafikprogramm eine deutsche Version im Original-Layout zu erstellen. Interessant, wie die Holländer unser Revier sehen und überhaupt recht lesenswert!

Noch ’n Kanal

Mittwoch, August 31st, 2011

Vor einer Weile schon hatten wir über die Wiederverlängerung des Werbellinkanals berichtet. Nun sind wir da auch mal lang gefahren. Gar nicht leicht, von der HOW aus den Eingang zu finden, denn da ist lediglich eine Marina ausgeschildert und es gibt keinen Hinweis darauf, dass es noch weiter geht. Zuerst sieht es auch gar nicht so aus, so eng und winkelig ist der Verlauf. Doch dann kommt ein nicht sehr breiter, doch gut befahrbarer Kanal. Noch neu und entsprechend kahl sieht er aus – recht unspektakulär. Immerhin: Man kann damit ein Stück HOW umgehen, wenn man aus Richtung O-burg/Liebenwalde zum Werbellinsee will.

Noch unspektakulär: Verlängerung des Werbellinkanals bei Marienwerder

Noch unspektakulär: Verlängerung des Werbellinkanals bei Marienwerder

Aber so richtig Sinn wird das kurze Kanalstück erst ergeben, wenn der „Lange Trödel“ wieder schiffbar sein wird. Dann kann man nämlich von Liebenwalde bis zum Werbellinsee auf dem Finowkanal (bzw. Langen Trödel) fahren und muss dabei nur zwei Mal die HOW kurz kreuzen. Angeblich soll es schon im Herbst 2012 soweit sein. Na, rechnen wir mal realistisch mit Sommer 2014. Aber wir wollen nicht unbescheiden sein.

Übrigens: „Langer Trödel“. Ich wette, dass der Name nicht davon kommt, dass man da rumtrödelt (obwohl man das dann bestimmt auch prima machen kann) sondern vom treideln, also dem Ziehen von Lastkähnen. War früher eben eine „Lange Treidel-“ Strecke.  Aber gut möglich, dass die beiden Worte eh‘ den gleichen Ursprung haben. Schließlich ist Treideln eine recht langsame Art der Fortbewegung. Kein Binnenschiffer könnte es sich heute leisten, so rumzutreideln.

Ferien in Zeiten des Hochwassers

Donnerstag, August 18th, 2011

Zeit für einen ersten Rückblick: Nervig war es schon, das müssen wir zugeben. Immer die Unsicherheit: Wohin kann man noch fahren, wo werden die Boote übergeben, wird es bald besser oder noch schlimmer? Das war weder für uns ein Spaß noch für unsere Gäste. Dennoch hatten wir nur eine hochwasserbedingte Stornierung. Die AGB in diesem Fall sind klar: wir können nichts für das Wetter. Dennoch tut es uns natürlich Leid, wenn jemandem der Urlaub auf diese Weise baden geht.

Alle anderen haben sich mit der Situation arrangiert. Und – siehe da – fast alle waren am Ende hochzufrieden. Wie das? Nun, seien wir mal realistisch: Was wir als äußerste Einschränkung unseres Fahrgebiets empfinden, nämlich ein Stück Havel sowie die Templiner und Wentowgewässer, ist gar nicht so klein. Wenn man bedenkt, was für Pfützen (Entschuldigung) z.B. im Westen oder Süden der Republik als ausgewachsene Wassersportreviere angepriesen werden. Unseren Gästen standen immerhin noch 8 Seen und 48 km Wasserstraße zur Verfügung. Und was für welche!

Wann hat man schon Gelegenheit, mitten im August allein auf einem naturbelassenen Fluss unterwegs zu sein?  Und als einziges Boot auf einem stillen See zu ankern? Einfach genial waren die Gäste auf der Anna K., die tagelang auf dem Kuhwallsee  vor Anker lagen, und es sich wohl sein ließen. Mancher Fisch landete direkt von der Angel in der Pfanne und sogar ein ausgewachsener fangfrischer Hecht wurde im Ofen der Anna K. gebacken.  Und Regen hin, Regen her: warm genug zum täglichen Schwimmen im klaren Wasser war es allemal. Man muss wahrlich nicht Seemeilen abhaken, um das Bootfahren genießen zu können!

Manchmal, denke ich, ist es ganz gut, nicht so viele Möglichkeiten zu haben. Man nimmt was kommt,  muss nichts entscheiden und kann ganz entspannt genießen.  Die Entdeckung der Gelassenheit.

 

Werbellinkanal verlängert!

Mittwoch, Juli 6th, 2011

Es gibt auch noch gute Nachrichten zu den Wasserstraßen: Wie wir heute erst erfahren haben (die Öffentlichkeitsarbeit der brandenburgischen Tourismusinitiativen hat durchaus noch Spielraum für Verbesserungen…) wurde schon am 17.6.2011 ein ca. drei km langer Kanalabschnitt des Werbellinkanals, der in den 1930er Jahren zugeschüttet worden war, wieder in Betrieb genommen. Die Schlagzeile dazu lautet „Werbellinkanal eröffnet“, was natürlich Quark ist; denn der größte Teil des Werbellinkanals (zwischen Havel-Oder-Wasserstraße und Werbellinsee) war nie geschlossen. Näheres kann man auf Wikipedia nachlesen.

Trotzdem ist das eine richtig gute Nachricht, denn man kann jetzt vom Werbellinsee an Marienwerder vorbei direkt in den Finowkanal einfahren und muss die HOW dabei nur auf dem kürzesten Weg kreuzen statt etliche Kilometer Umweg darauf zu fahren. Eine Karte des neuen Kanals habe ich nicht gefunden, auf Google Maps kann man seinen ehemaligen (und wahrscheinlich wiederhergestellten) Verlauf aber erahnen: von Nordosten nach Südwesten erst dem verbliebenen Stummel bis zur Marina Marienwerder folgend, dann in einer Biegung der Baumreihe direkt nach Westen. Hier erkennt man m.E. den alten Verlauf des Kanalstücks an der helleren Vegetation. Dann wieder abknickend der geraden Baumreihe folgend nach Südwesten. Bin gespannt, ob ich richtig liege. Wir werden bald mal gucken gehen.

Mehr zur Eröffnung findet man in dem auch ansonsten recht informativen Wassertourismus-Blog.

Zur Fähre

Montag, Mai 30th, 2011

Kulinarische Höhepunkte wird man im „Gasthaus zur Fähre“ nicht finden. Aber ein preiswertes gut gebratenes Schnitzel und – zur Zeit – ordentliche und nicht verkochte Spargel, das gibt es. Das Gasthaus hat ein schönen Garten direkt an einer idyllischen Havelschleife.

Gasthaus "Zur Fähre" in Burgwall

Gasthaus "Zur Fähre" in Burgwall

Die Straße neben dem Gasthaus senkt sich zum Ufer hin. Sicher hat es hier früher wirklich eine Fähre gegeben, bevor die Brücke gebaut wurde, die ca. 200 m flussabwärts liegt. Ich stelle mir vor, dass hier die Arbeiter der Ziegeleien übergesetzt haben, um zu ihren Arbeitsplätzen am rechten Ufer zu gelangen.

Von Burgwall aus südwärts erstreckt sich ein großes Areal ehemaliger Ziegeleien bis zum Ziegeleipark Mildenberg. Die gelben Ziegel, die man überall in Berlin als Bausteine alter Industriegebäude sehen kann, stammen von hier. Mit Lastschiffen wurden die Ziegel nach Berlin getreidelt und dort „aus dem Kahn“ zur immer schneller wachsenden Großstadt vermauert. Der Landwehrkanal wurde so angelegt, dass an seinen Ufern überall Lastkähne festmachen konnten – so war es nie weit bis zur nächsten Baustelle. (Dies als kleiner Exkurs zum Thema Wasserstraßen als Kulturerbe.)

Heute machen am großzügigen Anleger des Gasthauses Yachten fest. Man kann dort auch übernachten, ich glaube kostenlos, wenn man in der Fähre zu Abend isst. Radler kommen vorbei, Wanderer und Kanuten. Man sitzt sehr angenehm dort, die Kellnerinnen sind brandenburgisch-freundlich, der Kuchen ist süß und lecker. Vom Espresso ist abzuraten. Gasthaus zur Fähre: Havelstraße 50, 16792 Zehdenick (OT Burgwall),  OHW ca. km 25 LU,   oder hier.

Dalben raus?

Montag, April 18th, 2011

Ich gebe hier mal eine interessante Information von Gunther weiter, die allein als Kommentar zu einem älteren Beitrag sonst vielleicht nicht die gebührende Beachtung fände:

Einer Auskunft des Hafenmeisters zufolge, soll der Hafen „zur kommenden Saison“ umgestaltet werden, um auch größeren Booten ein komfortables Anlegen zu ermöglichen [Quelle: Seenland-SEENPLATTE, Ausgabe 2011, S.66]. Da das Magazin gerade erst erschienen ist, das Foto zum Artikel wohl im Sommer entstand, gehe ich von einem Umbau noch in 2011 aus.

Der schönste Fluss der Welt

Dienstag, April 12th, 2011
Die Havel

Die Havel

Rhein, Loire, Mississippi … ja, ganz nett. Aber die Schönste ist die Havel. Sie ist freundlich zu Bootfahrern: fast auf ihrer ganzen Länge schiffbar, mit allenfalls milder Strömung und praktisch immer tief genug.

In Mecklenburg schwingt sie sich von See zu See, wo man herrliche Ankerbuchten findet. Im nördlichen Brandenburg mäandert sie durch Wiesen und (Ur-)Wald. Berlin wird an seinem Westrand gestreift: Jubel, Trubel, Ausflugsdampfer. Der Wannsee ist ein Flusshaff der Havel. Ruhig und breit fließt die Unterhavel dann wieder durch Wiesen und Felder. Schilf und Weiden säumen die Ufer. Brandenburg ist die Havelstadt schlechthin, sie durchquert der Fluss gleich dreifach. Und zum Ende hin noch einmal ganz verträumt. Ohne Berufsschifffahrt, doch breit und wasserreich fließt die Havel durch geschützte Landschaften zu ihrer Mündung bei Havelberg.

Und weil die Havel einen weiten Bogen beschreibt (sie ist ca. 325 km lang, Quelle und Mündung sind aber nur knapp 70 km Luftlinie voneinander entfernt) bildet sie allein schon mehr als die Hälfte der „Großen Runde“ durch unser Revier. Einen schöneren Fluss soll mir erstmal einer zeigen.