Der Stand der Dinge

Vorab: Zu der wohl wichtigsten Frage – was wird uns der Anschluss an Trinkwasserversorgung und Abwasserentsorgung am Ende kosten? – gibt es noch keine verbindliche Aussage. Im Januar werden Rüdiger und ich uns mit Mario Hecker vom AZV zusammensetzen und dann hoffentlich einer Klärung dieser und anderer Fragen näher kommen.

Gleichwohl gibt es Einiges zu berichten, das wir im November und Dezember in diversen Telefonaten mit dem Ing.-Büro und dem AZV in Erfahrung bringen konnten. (Alle folgenden Informationen wurden nach bestem Wissen und Gewissen recherchiert, sind aber natürlich ohne Gewähr):

  1. Baumfällungen
    Viele werden es schon gesehen haben: Entlang des Inselwegs sind etliche Bäume (insgesamt wohl 24) mit Nummern versehen worden. Diese sollen gefällt werden, um Platz für die Bauarbeiten zu schaffen. Es ist davon auszugehen, dass tatsächlich im Lauf dieses Winters gerodet wird. Die gefällten Bäume verbleiben auf der Insel und stehen dann den Insulanern als Brennholzquellen zur Verfügung.
  2. Baumaßnahmen
    Theoretisch ist immer noch Frühjahr 2019 für den Beginn der Bauarbeiten vorgesehen. Aber daraus wird aller Voraussicht nach nichts werden. Die Planungen sind nämlich noch nicht vollständig abgeschlossen. Als ein Grund dafür wurde genannt, dass noch nicht feststehe, wo genau die jeweiligen Grundstücksanschlüsse hinkommen, weil noch nicht alle Eigentümer auf die entsprechenden Anfragen reagiert hätten. Wesentlicher dürfte meines Erachtens allerdings sein, dass ein paar grundlegende Fragen noch nicht geklärt sind, z.B. die Frage der
  3. Stromversorgung
    Edis bzw. e.on haben abgewinkt. Sie werden die Inselgrundstücke definitiv nicht einzeln an ihr Netz anschließen. Zur Begründung wurde angeführt, man verfüge nicht über ein Boot, um ggf. auf der Insel Reparaturen durchführen zu können. Was immer man von diesem Argument hält, da ist wohl nichts zu löten. Der Stromverein, der die Einzelabrechnungen machen muss, wird uns voraussichtlich erhalten bleiben. Gleichwohl muss und wird es ein stärkeres Stromkabel geben, das die Energieversorgung der Abwasserpumpen sicherstellt. Derzeit wird wohl geprüft, welche Leistung der Transformator in Egsdorf dafür hergibt. Für uns ist natürlich die Frage wesentlich, ob damit nicht auch unsere (mit dem alten Kabel auf wackligen Füßen stehende) Stromversorgung verstärkt und abgesichert werden kann. Das hängt vom Trafo in Egsdorf ab, aber auch vom guten Willen der Beteiligten. Auch das Thema Stromkabel werden wir im Januar mit M. Hecker besprechen. Danach wird sicher auch zu prüfen sein, ob sich der Verein einem anderen Stromlieferanten zuwendet; denn e.on ist recht teuer. Vorher müssen wir aber mehr darüber wissen, was technisch eigentlich möglich ist.
  4. Was für Installationen wird es auf der Insel geben?
    Neben den Rohren und Kabeln und den einzelne Pumpen auf den jeweiligen Grundstücken ist nur noch ein zusätzliches Gerät vorgesehen: Ein Kompressor, der in gewissen Abständen die Hauptleitung freiblasen soll. Dieses Gerät wird am Nordende des Inselweges aufgestellt. Man versicherte mir, es werde nur ein bis zwei Mal am Tag für kurze Zeit laufen. Es sei im Übrigen schallgedämmt. Konkrete Angaben in Dezibel (ist es eher so laut wie ein Rasenmäher oder wie eine Kettensäge …?), könnten aber erst zu einem späteren Zeitpunkt getroffen werden. In diesem Zusammenhang wurde vom Ing.-Büro auf eine geplante Eigentümerversammlung verwiesen.
  5. Eigentümerversammlung
    Beim Ing.-Büro wird wohl nach wie vor davon ausgegangen, dass eine solche Informationsveranstaltung im Frühjahr 2019 stattfinden kann. Allein, auch daran fehlt mir der Glaube, aus den unter Punkt 2 genannten Gründen. Wenn ich raten soll: Das zieht sich bis ins Jahr 2020.
  6. Telefonkabel
    Bei diesem Thema haben wir es mit der Deutschen Telekom zu tun und die meisten werden wissen, was das bedeutet … Nun ja. Die Telekom wird jedenfalls im Auftrag des Vereins einen Kostenvoranschlag darüber erstellen, was der Anschluss der Insel an das Telefon/Daten-Netz kosten würde. Wenn wir die Gesamtsumme kennen, können wir schauen, ob genug Leute zusammenkommen, die sich das gemeinsam leisten wollen. Natürlich muss dann sichergestellt werden, dass Nachzügler sich nicht zu einem späteren Zeitpunkt für kleines Geld anhängen können, sondern ebenfalls ihren Anteil bezahlen.
  7. Fazit
    Allzu viel Genaues weiß man noch nicht. Aber immerhin: Aus einzelnen Informationsfetzen, die man Ing.-Büro und AZV aus der Nase zieht, setzt sich langsam ein Bild zusammen. Nach dem Gespräch im Januar werden wir schon wieder etwas mehr wissen. Wir bleiben dran. Falls jemand – aus welchen Quellen auch immer – etwas für alle Interessantes zum Thema erfahren sollte: Es wäre schön. wenn das entweder gleich hier in einen Kommentar geschrieben oder Rüdiger oder mir telefonisch oder per Mail zur Weiterverbreitung mitgeteilt würde.Allen Insulanern und allen Inselfreunden ein friedvolles Weihnachtsfest und einen guten Anfang im Neuen Jahr!

Ein Gedanke zu „Der Stand der Dinge

  1. Lieber Hansjörg,
    Danke für Deinen unermüdlichen Einsatz.
    Zu dem unmittelbaren Vorgehen habe ich keine Fragen, allerdings bin ich zum Drumherum neugierig:
    Die Bäume 1-3 konnten wir nicht finden, vermutlich stehen sie in Egsdorf? Baum 23, der von Dir abgelichtete, ist eine wunderschöne ca 120 Jahre alte Ulme. Ob man die untertunneln kann? An eventuellen Mehrkosten würde ich mich ziemlich massgeblich zu beteiligen bereit sein.
    Gibt es Empfehlungen zu den im/am Haus zu installierenden Abwasserpumpen?
    Vielleicht kannst Du die beiden Fragen mit zu dem Treffen mit Hecker nehmen.
    Guten Rutsch (ist gleich soweit) und Liebe Grüße, Friedel

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